Der Grundriss einer frühmodernen Doppelhaushälfte, in den frühen 1920er Jahren entstanden, passt nicht mehr zum Lebensalltag eines Ehepaares nach dem Auszug seiner erwachsenen Kinder. Ein wesentlicher Bestandteil ist das niveauvolle Kochen und regelmäßige Essen mit geladenen Gästen.
Die Idee des Projekts besteht darin, dem Haus eine neue Verankerung und Mitte zu geben.
Der Entwurf öffnet das gesamte Erdgeschoss und integriert die ausgedehnte Küchenarbeit in den Aufenthaltsbereich. Eine torartige Einschnürung rhythmisiert den Wohnbereich, schafft einen zentralen Ort für den Essplatz, beinhaltet Regal- und Schrankflächen für Kochbibliothek, Musiktechnik und dreidimensionale Lichteinschnitte. Hiermit können je nach Anlass unterschiedliche Raumstimmungen hergestellt werden. Mitten im Raum steht frei ein Schrankkabinett, welches sowohl von der Küchenseite als auch von der Wohnraumseite angedient, von einer Gesellschaft zum gemeinsamen Vorbereiten von Mahlzeiten genutzt und zum Buffet erweitert werden kann.
| Bauherr | Angelika und Franz Köster-Legewie |
| Architekt | Nebel Pössl Architekten |
| Projektleiter | Erich Pössl |
| Fläche | 60m² |
| Baukosten | 60.000 € |
| Dauer | Januar 1999 - Juni 1999 |
| Materialien |
Küche aus weißen Schleiflack-Holzplatten, Kirschbaumholz und opakem Glas. |